Religion & Spirituality
Wir denken viel, und gut zu denken ist eine ganz eigene Kunst, die wahrlich nicht jedem gegeben ist, die man jedoch erlernen kann. Denken ist ein wesentlicher Zugang zu dieser Welt, es ist unser Vermögen, unsere Fähigkeit. Vieles von dem, was in dieser Welt entstanden ist, ist aus dem Denken hervorgegangen. Und so sagt man noch immer, Deutschland sei das Land der Dichter und Denker; ob das stimmt oder nicht, sei dahingestellt. In jedem Fall zeigt es, welchen Stellenwert dem Denken in unseren Breitengraden zugeschrieben wird.
Denken ist also wichtig, sehr wichtig sogar. Und doch kann das Denken bisweilen zum Ersatz für das Fühlen werden. Wir denken und meinen damit, verstanden zu haben, wir glauben, wirklich erkannt zu haben. Aber Denken heißt noch lange nicht, in der ganzen Tiefe zu verstehen. Gerade wenn es um menschliche Dinge geht, um das eigene Leben. Ich kann alles über mein Leben wissen. Ich kann den ganzen Film meines Lebens gesehen haben – und dennoch heißt das nicht, dass ich ihn auch durchfühlt habe.
Denn wirkliche Veränderung im Leben entsteht durch das Fühlen, durch das Erleben, durch das Hindurchgehen mit Haut und Haar. Das ist etwas grundlegend anderes als Denken. Denken kann unterstützen, kann helfen, und ist von daher sehr wertvoll und notwendig. Aber nur wer wirklich fühlt, kann leben.
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